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Das Museum für Regionalgeschichte der Gemeinde Scharbeutz und Umgebung sammelt und präsentiert Funde und Objekte aus der Region an der Lübecker Bucht. Neben der Dauerausstellung zeigt es regelmäßig Sonderausstellungen zu historischen Themen.

Das Museum ist jeweils am Dienstag von 15 bis 18 Uhr und Sonnabend und Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet


Neue Ausstellung

Cap Arcona 

3. Mai 1945: Die Tragödie der KZ-Schiffe in der Lübecker Bucht

Mehr als 7000 Menschen kamen ums Leben, als am 3. Mai 1945 britische Flugzeuge mehrere Schiffe bombardierten, die vor Neustadt ankerten. Was die Angreifer nicht wussten: Auf der „Cap Arcona“ und der „Thielbek“ waren Tausende von evakuierten KZ-Häflingen eingepfercht – was die NS-Führung mit ihnen vorhatte, ist bis heute nicht klar.

Nur wenige hundert Menschen entkamen dem Inferno. Von denen, die sich schwimmend an Land retten konnten, wurden zahlreiche von SS- oder Volkssturm-Angehörigen ermordet. Die Ausstellung versammelt Berichte von Zeitzeugen – Überlebende, Einwohner von Scharbeutz und Neustadt, britische Soldaten – und zeigt Fundstücke von Bord der zerstörten Schiffe. Ein Film mit historischen Aufnahmen und eine Hörstation mit Aussagen von Augenzeugen bringen die furchtbaren Geschehnisse des 3. Mai den Besuchern nahe.

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Sonderausstellung 2025/26

Munition im Meer – das explosive Erbe

80 Jahre nach Kriegsende beginnt die Bergung in der Lübecker Bucht

Die erfolgreiche Sonderausstellung „Munition im Meer – das explosive Erbe“ wird auch 2026 gezeigt, um aktuelle Informationen ergänzt. Alle Objekte und Leihgaben sind weiterhin in der Ausstellung.

Plakat Munition im Meer 2026

Zum Kriegsende 1945 lagerten in Deutschland noch unvorstellbare Mengen an Munition und Kampfstoffen. Die Alliierten Siegermächte beschlossen, diese in festgelegten Arealen in Nord- und Ostsee zu entsorgen. Die Lübecker Bucht wird für die Beseitigung herkömmlicher Waffen und Munition aus der britischen Besatzungszone ausgewählt. Seitdem liegen etwa 300.000 Tonnen versenkter Waffen auf dem Boden der Ostsee, davon 50.000 vor Pelzerhaken und Haffkrug. Diese Altlasten sind eine tickende Zeitbombe, denn die eisernen Behälter rosten und geben nach und nach ihre giftigen Inhaltsstoffe frei. 

Das Regionalmuseum thematisiert mit der Sonderausstellung die Pilotbergung der Munitionsaltlasten in den Jahren 2024 und 2025, die Methoden, mit denen die Munition aufgespürt und kartiert wird, die Bergungskonzepte, die Gefahren, die von den rostenden Waffen für Mensch und Tier ausgehen und die Geschichte der Munitionsverklappungen.

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Regionalgeschichte in 3-D

Museum – digital

Ein virtueller Rundgang durch das Museum in Pönitz

Besuchen Sie unser Museum, ohne das Haus zu verlassen: Ein virtueller 3-D-Rundgang macht’s möglich. Mit Mitteln eines Förderprogramms des Landes Schleswig-Holstein hat die Firma Dataport die Räume gefilmt und die Bilder digital aufbereitet.

(Sie können die 3D-Darstellung im Vollbildmodus abspielen)

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… 3D-Rundgang der Sonderausstellung 2021 „3 Dörfer in Ostholstein“

Neu in der Dauerausstellung

Historische Glasnegative von Julius Simonsen

Idyllische Ansichten des Großen Pönitzer Sees, Badeleben an der Lübecker Bucht, ländliche Szenen aus Klingberg – in den 20er- und 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts bildete der bekannte Ostholsteiner Fotograf Julius Simonsen ab, was Feriengäste liebten und sich als Postkarte gut verkaufte. Festgehalten wurde sein umfangreiches Werk – Simonsen war in verschiedenen deutschen Regionen aktiv – als Fotonegativ auf Glasplatten.

Drei Konvolute mit insgesamt 235 Glasnegativen aus unserer Region hatte die Fielmann-Museumsförderung erworben, digitalisiert und dem Museum für Regionalgeschichte geschenkt. Die Sammlung kann nun in der Dauerausstellung des Museums besichtigt werden. Neben den Originalschachteln zeigen wir auf einem Lichtkasten einige der rund 100 Jahre alten Bildplatten. Außerdem können sämtliche Fotos auf einem Bildschirm sowie ausgewählte laminierte Abzüge gern genauer betrachtet werden.